Die Trifels-Formation ist eine linksrheinisch auftretende Formation des Unteren Buntsandsteins. Die Bezeichnung stammt von der Burg Trifels bei Annweiler. Zeitlich entspricht die Trifels-Formation der Calvörde- und einem Teil der Bernburg-Formation im Zentralteil des Zentraleuropäischen Beckens.
Im Pfälzer Wald bildet die Trifels-Formation das Fundament des Unteren Buntsandsteins und prägt mit ihren markanten, rötlichen Felswänden das Landschaftsbild der Südpfalz (Abb. 1). Sie liegt über dem zumeist weicheren Zechstein. Dabei ist eine deutliche Diskordanz ausgebildet. Die Formation zieht sich als mächtiges Band vor allem durch den südlichen Pfälzer Wald (Wasgau) und setzt sich jenseits der französischen Grenze in den Nordvogesen fort. Ihre Mächtigkeit liegt meist zwischen 70 bis über 100 Metern. Maximal können 150 m erreicht werden. Im Hangenden folgt ohne Diskodanz die Rehberg-Formation.
Die Sedimente der Trifels-Formation sind ausschließlich fluviatiler Entstehung. Sie entstanden in der frühen Trias durch ein hochenergetisches, weit verzweigtes Flusssystem in einem ariden bis semiariden Becken. Aus dem südlich gelegenen Hochgebiet des Gallischen Landes transportierten periodisch aktive Flüsse nach heftigen Starkregenereignissen große Wassermengen und mit ihnen Sand- und Geröllmassen nach Norden in das Becken. So bildeten sich harte, meist kieselig gebundene Sandsteine mit charakteristischer violetter bis hellroter Färbung. Die Gesteine bestehen vor allem aus mittel- bis grobkörnigen Quarzsanden bei wechselhafter Geröllführung. Eingelagert sind oft linsenförmige Konglomerate, die die starke Transportkraft des Wassers belegen. Typisch ist eine ausgeprägte Schrägschichtung. Im nordwestlichen Verbreitungsgebiet treten im unteren Teil der Formation auch dünnlagige feinkörnigere Einschaltungen auf, die als Hochflutablagerungen zwischen den Flussarmen gedeutet werden. Ansonsten dominieren dickbankige Sandsteine, die im Gelände als "Felszone" bezeichnet werden.
Während in der Südpfalz an der Basis zunächst stark geröllführende Sandsteine auftreten (Abb. 2), nimmt der Geröllanteil nach oben hin deutlich ab. Im oberen Teil der Trifels-Formation treten auch etwas feinkörnigere Sandsteine auf, die eine instensivere Rotfärbung aufweisen. Sie belegen einen plötzlichen Wechsel der fluviatilen Ablagerungsverhältnisse. Statt verwilderter Flusssysteme herrschten nun mäandrierende Flüsse vor.
Da die bankigen Sandsteine der Trifels-Formation extrem witterungsbeständig sind, blieben bei Abtragungsprozessen oft markane Härtlingskuppen, Felswände oder Felstürme stehen. Rund um Dahm im südlichen Pfälzer Wald kann man viele Beispiele hierfür sehen. Die Verwitterungsresistenz der Sandsteine liegt in der Zementation mit Kieselsäure. Im Rahmen der Diagenese drangen quarzreiche Porenwässer in das Sediment ein und verfestigen die Sandkörner. Dadurch entstand die extreme Härte. Trotzdem besitzen die Sandsteine auch heute noch eine hohe Porosität. Darüber liegende Gesteinsschichten, z.B. Teile der Rehberg-Formation, sind dagegen abschnittsweise weicher und mit geringerer Verwitterungshärte.
Die heutige Position der Trifels-Formation im Pfälzer Wald ist das Ergebnis der Oberrheingraben-Tektonik, die vor etwa 45 bis 35 Millionen Jahren wirkte. Als der Oberrheingraben einbrach, wurden die Ränder mit dem Pfälzer Wald im Westen und Odenwald und Schwarzwald im Osten stark herausgehoben. Die Schichten der westlichen Grabenschulter kippten leicht nach Westen ab und erodierten in der Folgezeit die weicheren Deckschichten, bis die harten Gesteine der Trifels-Formation freigelegt wurden.
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